Alle Beiträge von katharina kropshofer

Ballvideo 2020

Nun ist es soweit: Wir präsentieren das Ballvideo 2020!

Nehmen Sie sich Zeit, um den Abend nochmal Revue passieren zu lassen, sich vielleicht selbst im Geschehen zu erblicken und schon mal Notizen für den nächsten Wissenschaftsball am 30.Jänner 2021 zu machen.  Vielen Dank an Spotteron für das gelungene Video und an Sie fürs dabei sein!

Das Ballmagazin 2020

Die Ballnacht geht zu Ende, doch wir haben noch ein Ass im Ärmel: Das diesjährige, 68-Seiten starke Ballmagazin unter der redaktionellen Leitung von Katharina Kropshofer steht ab sofort zum Download bereit! Darin zu finden sind alle Highlights des Balls, viele Infos zu Bienen in der Stadt und Geschichten über Biodiversität, Netzwerkmedizin oder den Wahl-Wiener Ludwig van Beethoven. Viel Spaß bei der Lektüre!

Zum Download geht es hier: http://www.wissenschaftsball.at/wp-content/uploads/2020/01/SciBall_Mag2020-screen-komprimiert.pdf

Kerosin95: „Queere* Identitäten sind in der Musik immer noch stark unterrepräsentiert“

Kathrin Kolleritsch wird um 01:00 als Kerosin95 die Stimmung in der Volkshalle mit politischem Rap anheizen. Im Interview spricht Kerosin über unsichtbare Identitäten und die Antithese zu hartem Gangsta-Rap.

Wenn Kathrin Kolleritsch, alias Kerosin95, auf die Bühne tritt, wird es schwierig, still stehen zu bleiben. Ansteckend energetisch hüpft Kerosin über die Bühne, die Stimme – die Kerosin etwa auch in der neuen
Kollaboration »My Ugly Clementine« gemeinsam mit Mira Lu
Kovacs (Schmieds Puls), Sophie Lindinger (Leyya) und Nastasja Ronck (Lucid Kid) unter Beweis stellt – leidet darunter aber nicht.
Denn Kerosin ist – laut Eigenbeschreibung in der Single „Außen
hart innen flauschig“ – „Nicht immer taktvoll, doch stets im
Rhythmus des Metronoms“. Über gesellschaftlichen Lärm
und das Spiel mit dem Unbequemen.

Deine Texte sind sehr spielerisch und witzig, gleichzeitig lässt
kein Song die entsprechende Gesellschaftskritik aus. Wie passt
das für Dich zusammen?
Für mich gehen Gesellschaftskritik, Humor, Ironie und ernstere Momente Hand in Hand. Damit zu spielen macht mir großen Spaß beim Texten. Und auf diese Weise kann ich auch kritisch sein – ob nun mir selbst oder der Welt gegenüber. Ich komme auf jeden Fall nicht ohne meinen Schmäh aus.

In einem Interview hast Du gemeint, dass »Wut« die treibende
Kraft hinter Kerosin95 ist. Was macht Dich im Moment am
wütendsten?
Für mich ist Wut eine der treibenden Kräfte, Kunst zu machen.
Ich würde jedoch nicht sagen, dass es die treibende Kraft ist. Mich
machen viele Dinge wütend: Momentane Machtverhältnisse, manche
Leute, die ihre Privilegien nicht hinterfragen wollen oder ignorieren,
und das Patriarchat generell eigentlich immer. Ich bin auch
oft wütend auf mich selbst, meine Gewohnheiten und Rassismen,
die tief verankert sind. Aber diese Wut ist für mich durchaus konstruktiv.
Sie hilft mir, die Welt und mich selbst besser zu verstehen
und Dinge anzupacken. Gelindert wird sie nicht, sondern eher in
Texte verwandelt. Mich durch diese Texte auszudrücken und laut zu
sein, gibt mir das Gefühl, etwas in mir verändern zu können.

Die österreichische Rap-Szene hat sich mit Acts wie Ebow, Keke
und EsRap auch geschlechtlich verändert. Du identifizierst
dich nicht als Frau. Wie sichtbar sind queere* Identitäten in der
Musikszene?
Es tut sich ein bissl was in Österreich, aber ich glaube, dass queere*
Identitäten in der Musiklandschaft immer noch stark unterrepräsentiert
sind. Festivals, Line-Ups oder zum Beispiel die Nominierung
für den Amadeus (österreichischer Musikpreis, Anm.) bleiben stark
weiß und cis-männlich dominierte Räume. Das ist schade und meiner
Meinung nach auch peinlich – denn es gibt so viele großartige
Künstler*innen, die nicht gesehen und gehört werden! Das Sichtbarmachen von queeren* Identitäten ist für alle wichtig und essentiell. Und es sollte die Aufgabe von allen sein, nicht nur von den betroffenen Personen selbst.

Interview: Katharina Kropshofer

Foto: Hannah Fasching

P.S: Das volle Interview finden Sie im Ballmagazin, welches am Ende der Ballnacht an alle Besucher*innen verteilt wird und am nächsten Morgen auch online zum Download bereit steht.

Vortanzen beim Wiener Eistraum!

Ihre Beine sind müde und noch nicht tanzbereit? Wir empfehlen, sich während ein paar Proberunden beim Wiener Eistraum unseres Ballpartners Wien Marketing aufzuwärmen. Auf 9000 Quadratmetern bleibt genug Platz für einen ausgiebigen Walzer auf dem Eis. Darunter auch eine 850 Quadratmeter Eisfläche auf der Terrasse und 550 Meter, die Sie quer durch den Rathauspark und hoffentlich pünktlich zum Balleingang in der Lichtenfelsgasse führen!

Vom 23. Jänner bis 1. März 2020 täglich von 10 bis 22 Uhr

Mehr Infos auf: www.wienereistraum.com

Foto: (c) stadtwienmarketing

Welcome Bologna!

Zu ihrem 65. Geburtstag besuchen unsere Freunde der Johns Hopkins University in Bologna zum wiederholten Mal den Wissenschaftsball. Dieses Jahr haben sie uns eine Nachricht dagelassen:

„Johns Hopkins University’s School of Advanced International Studies (JHU SAIS Europe) is pleased once again to participate in the Vienna Ball of Science.  An essential yearly tradition for SAIS, the preparations at the Bologna Center start early in the fall, not only with planning and purchasing airline tickets but also with taking waltzing lessons. This year almost the entire school is coming to Vienna: approximately 200 students, faculty, staff and alumni are travelling from Bologna to the Rathaus, underscoring the importance of this event for the Viennese academic community.

For many JHU students – hailing from more than 40 countries – the Ball will be their first trip to Vienna and their first in-person encounter with this time-honored tradition.  In addition to the Ball, SAIS students will participate in a „Cultural Trek,” touring essential Viennese sites and museums; a “Career Trek” to meet with potential employers; and an alumni event for the Austrian Alumni Chapter, an important group of more than 400 strong.

The Ball is especially significant to SAIS this year, because it is the first event in a year-long celebration of SAIS Europe’s 65th anniversary, with later events in cities throughout Europe and the United States, including Amsterdam, London, Paris, New York, and Washington DC, in addition to Vienna. The spring events will culminate in our Alumni Weekend celebration in May at the SAIS Europe Bologna Center, at which we are expecting 600 former students and guests.

JHU SAIS Europe is an American graduate institution with a strong focus on Europe and European perspectives on global affairs. The school’s mission is to provide an interdisciplinary professional education that prepares a diverse graduate student body for internationally-related positions of responsibility; to foster research, scholarship and cross-cultural exchange; and to contribute knowledge, expertise and leadership to the global community.

Current students study and analyze today’s most pressing international issues, from migration and human rights to renewable energy and cybersecurity. The curriculum is rooted in international economics with a strong focus on regional studies and languages. A unique feature of JHU SAIS Europe is the opportunity it provides its students to study and debate global issues as part of a closely-knit international community with classmates from five continents. The majority of Master of Arts candidates continue their second year of study at the school’s campus in Washington, DC, further broadening their exposure to different ideas and perspectives.

JHU SAIS Europe has always had a special relationship with Austria, the fourth most-represented nationality among the student body, with between four and six Austrian students attending the program each year. Since 2008, JHU SAIS Europe and the Diplomatic Academy of Vienna have offered a dual-degree program in which students can spend one year at each institution.

The Ball of Sciences is a natural fit for university and research communities. JHU SAIS Europe is honored to take part in this event and grateful for the special occasion it offers to continue to build friendships with our Austrian alumni, friends and colleagues.“

Foto: (c) JHU SAIS

P.S.: Den Text finden Sie auch in unserem Ballmagazin, das zum Abschluss des Balles an alle Gäste verteilt wird und am Morgen nach dem Ball als PDF auf unserer Homepage verfügbar ist.

 

Wie bringt man nerdige Wissenschaftler*innen zu coolen Moves?

(c) Roland Ferrigato

Man engagiert die richtigen DJs für die Balldisco! Dieses Jahr setzt der Wissenschaftsball auf altbekannte Stimmungskanonen der österreichischen Kunst- und Kulturszene.

MEL MERIO machte sich als Moderatorin bei der Puls/Pro-7 Gruppe einen Namen und arbeitet seit vielen Jahren national und international als Sängerin und DJane. Sie ist auch seit langem fixer Bestandteil der Wiener Szene und wurde als Designerin und Performance-Künstlerin rasch durch exzessivere Inszenierungen (unter anderem am Life Ball) bekannt. Dieses Jahr wird sie ihre uplifting Sounds auch in der Discotheque der Volkshalle zum Besten geben. Ihre musikalische Palette? Breit gefächert, aber laut eigener Angabe immer mit guten Vibes, viel Energie und den drei L’s: Liebe, Leidenschaft und Lebenslust. 21.20-00.00; Volkshalle

TEX RUBINOWITZ UND MAIK NOVOTNY kennt man als wortgewandte Autoren und Journalisten, von FM4 und vom Falter, als geniale Zeichner – und als begnadete Discjockeys mit Vorliebe für rare, aber feine Scheiben. Die beiden gebürtigen Deutschen, die Österreich schon seit Jahren lebens- und kommentierwerter finden, mischten die heimische Szene schon einige Male auch an den Turntables auf. Ob im Club U am Wiener Karlplatz oder als Rahmenprogramm bei der jährlichen Verleihung des Bachmann-Preises – mit dem Tex Rubinowitz 2014 übrigens auch ausgezeichnet wurde – wenn Maik und Tex ihre Single-Sammlungen auspacken, sind feinster Sound und tanzbare Beats vorprogrammiert. 00.30-Ballende; Volkshalle

P.S.: Angeregt werden Sie beim Tanzen mit einer 30 Meter-lange Balldeko im Rücken. Die Motive mit Inspiration aus Flora und Faune wurden von Studierenden der Akademie der Bildenden Künste gestaltet. Und auch der Blick Richtung DJ-Pult stimuliert die Augen: Martin Kampel des Computer Vision Labs der TU lässt uns an Aufnahmen direkt aus dem Bienenstock teilhaben und verbindet sie mit Anwendungen aus der künstlichen Intelligenz.

Andrea Möller

 

„Als Biologin und Biologiedidaktikerin freue ich mich ganz besonders über das Motto des Balls. Denn heuer kommen jene zu Wort, die sonst keine Lobby haben: Insekten! Ihr Image als lästige Nervensägen ist längst überholt: 80% unserer weltweit wichtigsten Kulturpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen, darunter nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Genussmittel des heutigen Ballabends wie Wein und Kaffee. Unter anderem über 20.000 Arten von Bienen schwirren täglich für uns durch die Luft, darunter die Honigbiene, die damit weltweit sogar unser drittwichtigstes Nutztier nach Rind und Schwein ist. Das globale Insektensterben gefährdet deshalb nicht nur die Biodiversität, sondern auch unsere Ernährung und Lebensweise massiv. Wir Menschen müssen uns mit einem Rückgang von über 75% der Insektenpopulation – wohlgemerkt in Naturschutzgebieten – auseinandersetzen, besagt eine international beachtete Studie aus dem Jahr 2017. Kein Wunder, dass es diese Studie bis in den Global Risks Report 2018 des World Economic Forums geschafft hat. Be(e) educated: Lernen Sie an unserem Bee.Ed-Infostand unser Umweltbildungsprojekt kennen und erfahren Sie, wie Sie Bienen und Wildbienen unterstützen können! Lassen Sie sich von der faszinierenden Tanzsprache der Bienen, die dem Wiener Biologen Karl von Frisch zu einem Nobelpreis verhalf, beim 6. Wissenschaftsball zu ihrem eigenen Tanzstil inspirieren!“

Andrea Möller leitet das Österreichische Kompetenzzentrums für Didaktik der Biologie (AECC Biology) und ist Universitätsprofessorin am Department für Evolutionsbiologie der Universität Wien. Am AECC bildet sie die Mehrheit der Österreichischen Biologielehrer*innen aus und erforscht die Entwicklung von Umweltkompetenzen von Kindern- und Jugendlichen. Die Expertin für Bienendidaktik, die u. a. auch an der Yale University geforscht hat, ist Umwelt- und Lehrpreisträgerin für das länderübergreifende Umweltbildungsprojekt „Bee.Ed“.

Foto: (c) Joseph Krpelan, www.derknopfdruecker.com

Kartenabholung 2020

In dieser Saison sind wir in der Buchhandlung Kuppitsch/Thalia am Schottentor zu Gast. Dank der Gastfreundschaft der Buchhandlung Kuppitsch geben wir an dieser zentralen Adresse zwischen Hauptuni und Juridicum von 7.1.2019 bis 24.1.2019 werktags von 15.00-18.30 Uhr in der Wissenschaftsabteilung im Untergeschoß die Karten aus. Kreditkarten können wir nicht akzeptieren, es ist nur Barzahlung möglich. Die genaue Adresse lautet Schottengasse 4 (1010 Wien) und ist mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: U2; Straßenbahnen D, 1, 37, 38, 40, 41, 42, 43, 44, 71; Busse 1A, 40A.

Wissenschafterin des Jahres 2019: Barbara Stelzl-Marx

Barbara Stelzl-Marx, Professorin für europäische Zeitgeschichte an der Universität Graz und Chefin des dortigen Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, ist Wissenschafterin des Jahres 2019 – und einer der Ehrengäste am 25. Jänner im Rathaus! 
Die Begründung der Wahl durch die Mitglieder des Klubs der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen: Barbara Stelzl-Marx  hat zahlreiche Forschungsprojekte zum Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen geleitet. Denn obwohl sich das Ende dieses größten militärischen Konflikts in der Geschichte der Menschheit heuer zum 75. Mal jährt, zeigen die Arbeiten der Preisträgerin, in welch bedeutender Weise diese Ereignisse in die Gegenwart hineinragen und bis heute viele Aspekte von Politik und Gesellschaft beeinflussen. Diese Arbeiten sind in berührenden, allgemein verständlichen Büchern zusammengefasst, die trotz der einfachen Sprache nichts vereinfachen, sondern die volle und harte Relevanz dieser Forschungen in größter Lebendigkeit kristallisieren.
Foto (c) Roland Ferrigato