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8. Wissenschaftsball 2022 abgesagt

Dynamik durch Omikron nicht kalkulierbar • Organisationskomitee folgt den Erkenntnissen der Forschung • Neuer Termin für Jänner 2023 geplant

Die aktuellen Covid-Prognosen lassen uns keine Wahl, als den Wissenschaftsball im Jänner 2022 abzusagen und einen neuen Termin am Samstag, den 28. Jänner 2023, ins Auge zu fassen.

Als Wissenschaftsball sind wir ganz grundsätzlich der Forschung und ihren Erkenntnissen verpflichtet. Durch die Omikron-Variante lässt sich die Dynamik der Infektionsentwicklung derzeit sehr schlecht prognostizieren. Deswegen haben wir uns als Organisationskomitee entschlossen – wie unsere Kolleg:innen etwa vom TU-, WU-, Blumen- oder Opernball – den Wissenschaftsball für diese Saison abzusagen.

Wir danken allen Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Ballbotschafterinnen und Mitwirkenden, die sich mit großer Freude an der Planung beteiligt haben. Wir danken allen Expert:innen, mit denen wir ein hervorragendes Sicherheits- und Zutrittskonzept entwickelt haben. Und wir danken allen Kund:innen, die mit ihren Buchungen ihr enormes Interesse am Wissenschaftsball einmal mehr unter Beweis gestellt haben.

Karten können bis Anfang Februar kostenfrei storniert werden. Nach dem 10. Februar 2022 werden die Karten auf den Ball 2023 übertragen.

Wir wünschen uns, dass sich in den kommenden Wochen möglichst viele Menschen impfen oder boostern lassen. Sie schützen somit sich und ihre Mitmenschen – und ermöglichen uns allen letztlich eine Ballsaison im Winter 2022/23.

 

Johanna Pirker: Anpfiff fürs Zusammenspiel

 

„Wir sehen gerade jetzt, wie wichtig die unterschiedlichen Disziplinen für die Bewältigung einer Krise sind. Aber es wird auch klar deutlich, wie wichtig ein Schulterschluss zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und auch der Politik ist und dass wir die Wissenschaft dringend der Gesellschaft näher bringen und aufklären müssen, um Ängste und Skepsis zu verringern. Die Wissenschaft – in allen Bereichen – muss zugänglicher, sichtbarer und offener werden, die Gesellschaft aufgeklärter.“

Johanna Pirker ist Assistenzprofessorin, Softwareingeneurin und forscht am Institute of Interactive Systems and Data Science an der Technischen Universität in Graz, wo sie die Forschungsgruppe Game Lab Graz leitet. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Computerspiele, Data Science und immersive Umgebungen (VR). Für ihre Forschung hat sie zahlreiche Preise erhalten, zuletzt 2021 den Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien

Antonia Weberling: Stoppt die Budget-Kürzungen

Foto: https://www.snappysnaps.co.uk/cambridge/

„Jahrzehnte freier Forschung haben es der Wissenschaft ermöglicht in Rekordzeit nicht nur einen sondern gleich mehrere Impfstoffe gegen Covid-19 zu entwickeln. Um den Klimawandel zu stoppen und das 1,5 Grad Ziel möglich zu machen, arbeiten Geistes- und Naturwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen Hand in Hand, weil wir dazu nicht nur alternative, erneuerbare Energiequellen erschließen, sondern auch einen grundlegenden Wandel in unserer Gesellschaft erreichen müssen. Anstatt aus der Pandemie und der immer deutlicher werdenden Klimakrise den Schluss zu ziehen, freie Forschung stärker zu fördern, um bei der nächsten Krise ebenfalls auf bereits erforschte Grundlagen bauen zu können, wurden Fördermittel massiv gestrichen.  Antonia Weberling: Stoppt die Budget-Kürzungen weiterlesen

Nicole Amberg: Gleichberechtigung als Triebfeder

Foto: Peter Rigaud

„Eine besondere Eigenart der Wissenschaft ist es, Fragen zu stellen, die zu einem besseren Verständnis der Welt führen. Das Wissenschaftssystem muss jedoch sofort auf seine Zugänglichkeit für verschiedene Individuen hin hinterfragt werden, weil Gesellschaften und akademische Einrichtungen immer noch keinen homogenen Zugang zu Bildung, Möglichkeiten und Chancen haben. So fehlt es der Wissenschaft an Vielfalt in Bezug auf Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und schließlich und vor allem an erfahrungsbasierten Haltungen. Nicole Amberg: Gleichberechtigung als Triebfeder weiterlesen

Mit der Kraft der Wissenschaft

Der 8. Wiener Ball der Wissenschaften findet am 29. Jänner 2022 im Wiener Rathaus statt. Unter besonders strikten Corona-Regeln. Und dank der Kraft der Wissenschaft.

Die eine gute Nachricht: Nach den derzeitigen Maßgaben findet der Ball statt. Warum wir als Organisationskomitee das Experiment wagen? Weil wir uns besonders strikte Regeln auferlegen, die auf Erkenntnissen der Wissenschaft basieren. Mit der Kraft der Wissenschaft weiterlesen

Tango als Wissenschaft

Milonga im Grauen Salon / Foto: R. Ferrigato

Immer wieder passiert es, dass der Ball der Wissenschaften zum Gegenstand der Forschung wird. Ein besonders schönes Beispiel ist eine musikwissenschaftliche Publikation von Stefano Elefante, der seit 2018 mit seinen exzellenten Tango Argentino TänzerInnen unsere Tango Bar prägt. In dem außerordentlich fundierten Artikel („Gran Balli e Millonghe“), der im Herbst 2020 im  wichtigsten italienischen Tango-Blog erschien, erläutern Stefano Elefante et al die Ähnlichkeiten und Unterschiede von Milongas in Buenos Aires und Wiener Bällen: Tango als Wissenschaft weiterlesen

Radio-Tipp: Ein Fasching ohne Bälle

Kein Eröffnungskomitee und keine Mitternachtsquadrille, kein Flanieren und kein Flirten, kein Sekt und keine Gulaschsuppe – die Ballsaison blieb 2021 auf der Strecke.

In ihrem Beitrag für Ö1 Campus und die Katholische Medien Akademie spricht Antonia Hotter mit Tanzschulbesitzern wie Thomas Schäfer-Elmayer, dem Opernball-Debütanten Matthaeus Ragg, der tanzbegeisterten Prisca Hlustik und dem Wissenschaftsball-Veranstalter Oliver Cyril Lehmann über einen Fasching fast ohne Bälle.

Partner 2021: Fachhochschul-Konferenz

Die Fachhochschul-Konferenz ist das Sprachrohr aller Fachhochschulen in Österreich und fördert die Kommunikation zwischen den Mitgliedern. Als bildungspolitische ExpertInnen und AnsprechpartnerInnen für den Hochschulsektor haben wir eine vorrangige Mission: Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene. Durch Vernetzung und Verhandlungen mit Ministerien und Behörden sowie durch regelmäßige Medienarbeit erreichen wir folgende Ziele:

  • Verbesserung der finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Einheitliche Standards und Transparenz im Hochschulsektor
  • Effiziente Öffentlichkeitsarbeit zur Imagebildung

Als einer unserer Partner 2021 ermöglicht es uns die Österreichische Fachhochschul-Konferenz  unsere Kampagne für mehr und bessere Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Corona und Klimawandel durchzuführen. Vielen Dank!