Disko-Klima

Zwischen Kunst und Klimawandel

Im Jänner schmücken die großformatigen Arbeiten zweier Studentinnen der Akademie der bildenden Künste die Balldiskothek. Ab April dann wird die ganze Stadt zur Galerie, wenn die erste Klima Biennale den Wandel mit Mitteln der Kunst thematisiert

Ein Rundgang von Chiara Joos    

Von Anfang April bis Mitte Juli wird Wien Schauplatz der ersten Klima Biennale sein, die durch eine Vision und künstlerische Impulse prägen soll. Im Mittelpunkt steht eine Mission: das Vorantreiben eines Paradigmenwechsels für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten. Die Biennale setzt dabei auf Teilhabe, Kooperation und Bewusstseinsbildung als zentrale Wegbegleiter, um gemeinsam Antworten auf die drängenden Herausforderungen der Klimakrise zu formen. Ähnlich, jedoch in einer Disco-Größenordnung des Wissenschaftsballs, möchten zwei Studentinnen der Akademie der bildenden Künste, Olesia Bieliavtseva (li. im Bild) und Alisa Efremova (re.), ebenfalls ihren künstlerischen Beitrag zum Klimabewusstsein leisten.
Im Mehrwecksaal des Semperdepots wird gemalt: Ein riesiger, schwarzer, 30 Meter langer und 3,5 Meter breiter Stoff hängt dort an der Wand. Abgebildet sind Figuren auf Fahrrädern, Bäume, Windräder und die von Architekt Hundertwasser gestaltete Müllverbrennungsanlage aus dem 9. Wiener Bezirk. Olesia und Alisa wirken wie Miniatur-Figuren vor dieser aufgemalten Utopie einer klimafreundlichen Welt. „Die Idee ist, trotz der negativen Auswirkungen des Klimawandels den Fokus auf positive Entwicklungen zu legen, die durch verantwortungsbewusstes Handeln ermöglicht werden können“, erklärt Olesia die Motive. Im Bestreben, einen nachhaltigen Beitrag zur Umwelt zu leisten, stellten die beiden Studentinnen fest, dass selbst kleine Handlungen eine erhebliche Wirkung entfalten können. Dabei spiele das Fahrradfahren eine zentrale Rolle, nicht nur förderlich für die Gesundheit, sondern auch umweltfreundlicher als herkömmliche Fortbewegungsmittel wie Autos, wie Alisa betont. Und die Müllverbrennung? Olesia erklärt: „Diese Art von Müllentsorgung kann nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine ressourcenschonende Alternative sein.“

Klima Biennale Wien: https://biennale.wien/

Den vollständigen Text lesen Sie im Ballmagazin 2024, das am Ballabend erscheint.