
In diesem Jahr freuen wir uns, dass wir erneut spannendes Kamerafutter anbieten dürfen. Wobei das eine Motiv – produziert vom IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie) – eigentlich schon ein Stammgast ist. Letztes Jahr war nämlich der Axolotl (Ambystoma mexicanum) der Überraschungsstar des Abends. Der Modellorganismus in Sachen Regeneration erwies sich als Publikumshit.
Für Elly Tanaka, die wissenschaftliche Direktorin des IMBA, ließ sich das Interesse als gutes Vorzeichen deuten: Im Juni 2025 wurde die Biochemikerin mit dem Wittgensteinpreis, der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung des Landes, gewürdigt. In diesem Jahr erscheint der mexikanische Salamander gleich zweimal auf der Fotowand, nämlich in dunkler Färbung und unpigmentiert.
Das andere Motiv hat auch das Zeug zum Stargast. Das Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) – wie das IMBA am Vienna BioCenter beheimatet – nahm sich seines Namensgebers an und produzierte ein Porträt des Schöpfers der Genetik; allerdings nicht im erwartbaren Habit des Augustinermönchs aus Brünn/Brno, sondern dank des Einsatzes der Abacus.AI als nonchalanter Ballbesucher im Smoking und mit dem Sektglas in der Hand.
Darin moussiert allerdings nicht der Champagner, sondern schwimmen Erbsen in unterschiedlichen Farbtönen. Eine Reverenz an den Modellorganismus des Gelehrten, der zeitgleich mit, aber ohne Kenntnis von Charles Darwin die Grundzüge der Vererbungslehre bei seinen unermüdlichen Kreuzungsexperimenten der Hülsenfrüchte erkannte und formulierte. Die Bedeutung der Erkenntnisse wurde erst im Jahr 1900, 16 Jahre nach dem Tod von Gregor Mendel, von der Wissenschaft erkannt und er selbst entsprechend gewürdigt.