Archiv der Kategorie: Ballbotschaften

Nunu Kaller

„Bälle sind ja an sich dem schönen Schein verpflichtet. Der Wissenschaftsball aber war von Anfang an einer Idee verpflichtet, nämlich Offenheit, Vielfalt und Exzellenz der Wiener ForscherInnen in das Rampenlicht der Aufmerksamkeit zu rücken. Der wissenschaftlichen Forschung verdanken wir auch im gesellschaftspolitischen Bereich unendlich viel. Insofern ist es nur konsequent, dass für die Ballkleider und ihre TrägerInnen bei diesem Event gilt: Es kommt nicht auf den Hüftumfang, sondern auf die Haltung an: Jede Frau hat ein Recht, sich schön zu fühlen.“

Nunu Kaller ist Umweltstrategin, Bloggerin und Autorin des jüngst erschienenen Plädoyers „Fuck Beauty!“ (Kiepenheuer und Witsch, 2018)

Markus Meyer

„Wenn laut Hermann F. Mark gilt: ‘Alles Leben ist Chemie‘, laut Calderón aber, dass ‚Das Leben, ein Traum’ sei, dann folgt daraus, dass die Chemie auf dem Traum fußt, aus Nichts Etwas, nämlich das Leben zu erschaffen. Chemiker machen das alltäglich im Labor, Schauspieler allabendlich auf der Bühne. Der Wissenschaftsball regt an, solche Beziehungen zwischen der Forschung und der Kunst zu erkennen und zu knüpfen. Alleine das ist ein Grund zum Feiern.”

Markus Meyer ist 2004 Burgschauspieler (z.B. „Ludwig II.“ am Akademietheater), wurde unter anderem 2016 von der der ORF-Hörspiel-Jury als „Schauspieler des Jahres“ ausgezeichnet – und ist studierter Biochemiker (Universität Hannover)

Foto: Sabine Hauswirth, Location: Bar im Hotel Intercontinental (mit Dank an Daniela Enzi)

Stella Rollig

„Es ist eine äußerst charmante Idee, Wissenschaft und Gesellschaft in Form eines Balls zu verbinden. Damit wird gezeigt, dass Wissenschaft sich nicht im Elfenbeinturm zu Hause fühlt, sondern mitten im Leben steht und dessen Freuden zelebrieren kann. Dieser Ball ist ein Symbol für eine offene und aufgeschlossene Gesellschaft, die sich im Dialog austauscht und weiterentwickelt. Dafür steht ein zeitgemäßer Begriff von Wissenschaft, den wir auf diesem Ball feiern wollen!“

Stella Rollig leitet seit Jänner 2017 das Belvedere in Wien. Davor war sie zwölf Jahre lang künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseums in Linz und seit 2011 des Stadtmuseums Nordico. Sie hat Germanistik und Kunstgeschichte an der Uni Wien studiert.

Foto: Ingo Pertramer

Cornelia Travnicek

“Der Wiener Ball der Wissenschaften – ein Ball, der mit den Worten ,Und jedes Molekül bewegt sich!‘ eröffnet werden sollte. Ich bin mir sicher, nichts fördert die Interdisziplinarität mehr, als ein kleiner Zusammenstoß auf der Tanzfläche. Ist man sich schon einmal gegenseitig auf die Zehen getreten, ist das erste Eis bereits gebrochen und ein Gesprächsthema quasi auf dem Ballparkett serviert – und nachdem zur Wiener Hochsschullandschaft auch die Kunstuniversitäten gehören, besteht die Möglichkeit, dass darüber hinaus so mancher kreative Funke überspringt.“

Cornelia Travnicek ist Schriftstellerin, ausgezeichnet u.a. mit dem Theodor-Körner-Förderpreis 2008 und dem Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2012. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Researcher im Wiener Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung. Travnicek hat Informatik und Sinologie an der Universität Wien studiert.

Foto: Dirk Skiba

Anna Obenauf

“Wissenschaft und Forschung sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Wissenschaftsball trägt nun bereits zum vierten Mal dazu bei, Wien in aller Welt, als Stadt zu präsentieren in der sich moderne Spitzenforschung mit alten Traditionen verbindet. Besonders freut es mich, dass unser jungen ForscherInnen beim Wiener Wissenschaftsball in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Sie leisten ganz wesentliche Beiträge zu unseren Forschungsarbeiten und werden beim gemeinsamen Feiern mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Letztendlich geht es in der Forschung darum sich auszutauschen und gemeinsam neues Wissen zu schaffen – und was stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl mehr als ein ausgelassener Abend in einem besonderen Ambiente? Ich freue mich dabei zu sein!”

Anna Obenauf ist Gruppenleiterin des Obenauf Lab, das am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) Krebsmetastasen und Therapieresistenz erforscht.  Sie promovierte an der Medizinischen Universität Graz und war Post Doc am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in den USA.

Foto: Lukas Beck

Kenan Dogan Güngör

„Der Wissenschaft wird gemeinhin nachgesagt, dass sie eher inhaltlich-analytisch und daher etwas lebens- und lustfeindlich sei. Nun, welche andere Stadt wäre dazu besser berufen dem etwas entgegenzusetzen als Wien mit seiner altehrwürdigen Balltradition? Nicht um das Gegenteil zu beweisen, sondern das beides möglich ist. Frei und Wienerisch nach Max Weber: kühl und distanziert in der Analyse, leidenschaftlich in der Sache – und Wienerisch im Feiern…“

Der Diplomsoziologe Kenan Güngör versteht sich als deutschsprachiger Europäer mit kurdisch-türkischen Wurzeln. Der Gründer des “Büros für Gesellschaft I Organisation I Entwicklung think.difference” in Wien berät und begleitet als Organisationsberater und internationaler Experte für Integrations- und Diversitätsfragen staatliche und nichtstaatliche Organisationen auf der Bundes-, Landes- und Gemeindeebene.
 
Foto: Magdalena Possert
 
 

Johanna Zechmeister

“Der Wiener Wissenschaftsball will ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, das heute so notwendig ist wie eh und je. Am Wissenschaftsball tanzen wir für Weltoffenheit und für Toleranz. Wir tanzen auch gegen jene, die seit langem versuchen in der Wiener Hofburg ihre entsetzlichen Ideen zu propagieren. Zeigen wir allen, dass es auch anders geht! Die Wissenschaft und ihre Lehre sind frei. Gut, dass es diesen Ball gibt.”

Johanna Zechmeister von den Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs ist derzeit Vorsitzende der Österreichische HochschülerInnenschaft. Zechmeister studiert Medizin und Jus.

Marcus Ratka

„Die JAM MUSIC LAB Privatuniversität für Jazz und Popularmusik freut sich als jüngstes Mitglied der österreichischen Musikuniversitäten über die Teilnahme am Wiener Ball der Wissenschaften. Der Jazz begann seine Reise als Tanzmusik der 1920er und -30er Jahre und wurde seitdem immer wieder neu interpretiert. So auch von unseren wunderbaren Studierenden, die sich mit ihrer Auslegung dieser ‚Tanzmusik‘ einbringen werden. Artistic Research ist die Forschung in der Kunst. Nach dem Motto ‚Auch ein musikalisches Teilchen kann sich zur selben Zeit an mehreren Orten befinden!‘ möchten wir gleichermaßen Tanzbeine und wissenschaftliche Inspiration der Ballgäste in Bewegung setzen.“

Der Gitarrist und Musiktheoretiker Marcus Ratka ist Co-Gründer der JAM MUSIC LAB Privatuniversität für Jazz und Popularmusik, die im Februar 2017 vom Wissenschaftsministerium akkreditiert wurde. Ratka arbeitete als Musiker unter anderem mit Joe Zawinul, Sylvester Levay, Harry Kupfer, Jérôme Savary, Werner Herzog, Hansi Lang, Paul Capsis, Roman Gottwald, Thomas Gansch, Mario Gonzi, Georg Breinschmid, Bumi Fian, Herwig Gradischnig und Erika Pluhar.   

Eva Schlegel

„Die Forschung spielt eine bedeutende Rolle in Wien, viele internationale Partner auf den unterschiedlichsten Gebieten kooperieren mit heimischen Forschern und Forscherinnen. Wie schön, dass es seit einigen Jahren den Wissenschaftsball gibt, auf dem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergnügt austauschen und zeigen, dass es sich um eine große Community handelt. Ein rauschendes Fest und viel Vergnügen!“

Eva Schlegel ist als Künstlerin oft an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst tätig.  Schlegel war bis 2011 Universitätsprofessorin für Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste in Wien

Foto: Günther Peroutka

Agnes Reiner

“Forschung + Wien = Ball der Wissenschaften. Diese Gleichung steht für die Kombination der klassischen, traditionellen und der modernen, fortschrittlichen Aspekte Wiens, die am Wissenschaftsball vereint werden. Wir können uns auf einen spannenden und beschwingten Abend mit vielen interessanten Gesprächen, außergewöhnlichen Persönlichkeiten und hervorragender Tanzmusik freuen.”

Die Biotechnologin Agnes Reiner (30) befasst sich in Ihrer Dissertation zur Früherkennung von Eierstockkrebs mit allem, was zwischen unseren Zellen passiert. Für ihren PhD in Bionanotech an der Boku und der Nanyang Technological University forschte sie auch am AIT, der Med-Uni Wien sowie bei der Agency for Science, Technology and Research in Singapur; inzwischen arbeitet sie am Institut für Physiologische Chemie der Uni Wien. Vor allem aber ist Agnes Rainer mit diesem Projekt die Gewinnerin der Falling Walls Konferenz 2017 in Berlin.